Innovative Gründungen lösen die zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen

Bereits fünfzehn Jahre unterstützt der Businessinkubator INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH die wissenschaftliche Gründerszene im Raum Wien. Innovative Gründungsvorhaben werden von der Geschäftsidee weg bis zum schlüssigen Geschäftskonzept, vom Businessplan bis zur Unternehmensgründung und zum Markteintritt begleitet, und in allen Belangen unterstützt. Wissenschaftler werden mit Mentoren, Investoren und Experten zusammengebracht und vernetzt. INiTS ist das Wiener Zentrum von AplusB, einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

Markus Gull hat Irene Fialka, seit 2012 Geschäftsführerin von INiTS, ins „Cafe Julius“ eingeladen. Zu einem Gespräch über die Erfolgsstory von INiTS, die Förderungskriterien und das Serviceportfolio, warum Wachstum vorprogrammiert ist und was unternehmerische StartUps für die Gesellschaft leisten.

Strenges Auswahlverfahren und engmaschige Förderung

„Pro Jahr werden 260 Geschäftsideen an uns herangetragen. In den sieben Zentren des Programms haben wir seit 2002 mehr als 700 StartUps gefördert und mehr als 5.000 Jobs geschaffen. Mehr als 200 Projekte davon hat INiTS auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen begleitet“, berichtet Irene Fialka, „wir wählen anhand bestimmter Kriterien die Projekte aus, wobei wir auf forschungs- und entwicklungsintensive StartUps fokussieren. Praktisch schaut das so aus, dass wir gemeinsam mit den Bewerbern das Geschäftsmodell durchgehen. Wir prüfen, ob es sich international ausrollen lässt, nachhaltig und skalierbar ist. Dabei sind wir sehr selektiv.“

Nur die besten kommen ins Programm

„Am Ende des Auswahlverfahrens sind es rund 10 Prozent, die in das Programm aufgenommen, begleitet, gecoacht, sowie mit Mentoren, Investoren und Experten vernetzt werden. Im Programm selbst helfen wir den Gründern bei allen Umsetzungsschritten zur Markttauglichkeit des Produkts“, schildert Fialka. Tatsächlich seien die geförderten Projekte erfolgreicher als andere: „Von den mehr als 200 StartUps, die das Inkubationsprogramm durchlaufen haben, existieren heute noch mehr als 70 Prozent, zwischen 10 und 20 Prozent davon haben sogar eine hervorragende Performance geliefert“, freut sich Irene Fialka über den Output.

INiTS ist Weltspitze

Weltweit gehört INiTS zu den Top Ten der Businessinkubatoren. INiTS hat viele erfolgreiche Unternehmen in der frühen Phase begleitet, darunter LithozMarinomedmySugr (wurde mittlerweile von Roche gekauft), oder Shpock, und hat sich mittlerweile zum besten Business Inkubator im deutschsprachigen Raum entwickelt. 2015 wurde INitS von der Schwedischen Forschungsinitiative UBI Global als „Global Top 25“ der universitären Inkubatoren und als 3.-bestereuropäischer bzw. 7.-bester Inkubator weltweit ausgezeichnet.

Unternehmerisches Denken kann man lernen

„Niemandem wird das Unternehmertum in die Wiege gelegt, sondern das ist eine Frage der Erziehung und des Umfeldes. Zwar geben die Universitäten heutzutage den jungen Menschen neben der fachlichen Ausbildung auch Entrepreneurship mit, unternehmerisches Verhalten muss aber schon im Schulunterricht gefördert werden. Je früher man lernt Entscheidungen zu treffen, eigenverantwortlich zu handeln, und auch Fehler machen zu dürfen, desto besser ist man in Sachen Unternehmertum aufgestellt“, erklärt Fialka, und verweist dabei auf das Beispiel Israel.

Unternehmertum ist in

Generell habe sich die Einstellung der Menschen zum Unternehmersein positiv entwickelt, meint Fiala. Wir in der Julius Raab Stiftung meinen dazu, dass die Unternehmen in der modernen Gesellschaft immer mehr Verantwortung tragen, weil sie durch ihre Tätigkeiten viele gesellschaftlich relevante Probleme lösen. „Das Thema Unternehmertum ist im Mainstream der Gesellschaft angekommen. Dadurch werden Erfolge sichtbar und das motiviert wieder andere zum Nachahmen“, meint Fialka. „Wir verstehen uns in diesem Prozess als eine Art Eingangstür, für Menschen mit Unternehmerherz zum Unternehmertum und für KMUs und größere Unternehmen ins StartUp-Ökosystem.“

Durch Start:IP zur richtigen Geschäftsidee

INiTS bietet seit kurzem gemeinsam mit den Wiener Universitäten die neue Initiative „Start:IP. brain meets business“ an. Spitzenforscher treffen dabei auf hochkarätige Gründerpersönlichkeiten, um aus High Tech – Erfindungen innovative Produkte und spannende Geschäftsideen zu entwickeln: „wir haben bisher Wissenschaftler begleitet, die selbst ein Unternehmen gründen wollen. Jetzt bringen wir jetzt mit Start:IP jene Menschen, die eine Geschäftsidee suchen, mit den Wissenschaftlern zusammen. Erfahrene Gründer, Neugründer und Unternehmer können solcherart eine Grundlage für ein nachhaltiges Unternehmen finden. Die Forschungseinrichtungen erhalten neue Zugänge zu potentiellen Abnehmern ihrer Spitzentechnologien.“

 

Irene Fialka, geb. 1968, Studium der Molekularbiologie an der Universität Wien, danach Grundlagenforschung beim Wiener Forschungsinstitut I.M.P., seit 2004 Start-up Consultant bei INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH, seit 2011 Prokuristin, seit 2012 Geschäftsführerin, seit 2016 im Board of Directors von Karolinska Innovation AB, Stockholm; zahlreiche Lehraufträge zu Startup-relevanten Themen an Universitäten und FHs.

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