30. September 2020

Wirtschafts- und Finanzbildung in Tirols Schulen stärken

Für ein freies und selbstbestimmtes Leben ist Wirtschafts- und Finanzkompetenz eine entscheidende Voraussetzung“, so Präsidentin Martha Schultz und JVP-Landesobfrau LA Sophia Kircher zur neuen Publikation der Julius Raab Stiftung.


Freiheit braucht Voraussetzungen wie Wirtschafts- und Finanzkompetenz

Um Freiheit in all seinen Facetten leben zu können, müssen Voraussetzungen erfüllt sein. Diese umfassen auch konkrete Fähigkeiten wie Wirtschafts- und Finanzkompetenz. Nur damit ist ein selbstbestimmtes und freies Leben mit möglichst wenig Geldsorgen und der Chance, Eigentum aufzubauen, möglich. Eng damit verbunden ist die Fähigkeit zu unternehmerischem Denken und Handeln. „Unabhängig davon, ob man angestellt ist oder einen Gewerbeschein besitzt. Eine unternehmerische Haltung stellt eine wichtige Kompetenz für den Alltag dar, um Probleme zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und diese auch umzusetzen,“ so Martha Schultz, Präsidentin der Julius Raab Stiftung.

Österreich hat bei Wirtschafts- und Finanzwissen Aufholbedarf

Einer Studie der Wiener Börse aus dem Jahr 2017 zu Folge fühlen sich nur 8% der Befragten bei Wirtschafts- und Finanzthemen sattelfest. 77% der Befragten meinen auch, dass Finanzwissen in Österreichs Schulen zu wenig vermittelt wird. Auch die OECD stellte in einer großangelegten Studie im Jahr 2015 schon fest, dass es generell Wissenslücken im Bereich Finanzwissen in Österreich gibt. „Sich mit Finanzthemen zu beschäftigen, ist eine sehr gute und notwendige Investition in die Zukunft. Wer das macht, legt die Basis für eine finanzielle Gesundheit. Auch in Tirol haben wir Aufholbedarf – daher setze ich mich für sie Stärkung von Finanzwissen in Tirols Schulen ein“, betont LA Sophia Kircher, Landesobfrau der Jungen ÖVP Tirol und Jugendsprecherin der Tiroler Volkspartei im Landtag.

Kircher freut sich über die jüngst von Finanzminister Gernot Blümel geplante „nationale Finanzbildungsstrategie“, die darauf abzielt, dass das Finanzwissen aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten verbessert wird.

Status Quo im Bildungssystem

Studienergebnisse aus dem Bereich der Wirtschaftspädagogik zeigen, dass die Wirtschafts- und Finanzkompetenz bereits bei Schülerinnen und Schülern nicht ausreichend ankommt, obwohl das Bildungssystem mit einem eigenen Unterrichtsprinzip für Wirtschafts- und VerbraucherInnenbildung, einem eigenen Fach der Geografie- und Wirtschaftskunde und zahlreicher toller Initiativen ausgestattet ist. Deshalb widmete sich die Julius Raab Stiftung dem Thema und hat einige Vorschläge in der Publikation „Wirtschafts- und Finanzkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben“ vorgestellt. Positiv zu erwähnen ist, dass die Finanzbildung ab dem Schuljahr 2023/2024 in den verschiedenen Fachlehrplänen stärker verankert werden soll.

Neue Ansätze probieren

In drei Handlungsfeldern „Lehrende praxisorientiert für Wirtschafts- und Finanzkompetenz begeistern“, „Zeit und Ressourcen für Erfahrungswissen schaffen“ und „Wirtschafts- und „Finanzkompetenz zum Angreifen“ macht die Julius Raab Stiftung neun Lösungsvorschläge, wie Wirtschafts- und Finanzwissen besser in den Schulklassen ankommen kann. Ein neuer Ansatz stellt die Idee eines fächerübergreifenden Unterrichts zwischen Geographie & Wirtschaftskunde und Werken dar, durch welches die komplementären Stärken beider Fächer zur Stärkung der Financial Literacy genützt werden können. „Dieser Ansatz soll pilotmäßig in Tiroler Schulen der Sekundarstufe I ausprobiert werden“, so Schultz und Kircher abschließend.

 

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