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24. April 2020

Nachbericht: Webinar zu Wirtschafts- und Finanzkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben

Am Donnerstag, den 23. April 2020, fand unser Webinar zu Wirtschafts- und Finanzkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben statt, indem wir unser neues Policy Paper präsentierten. Dabei konnten wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich, aber auch aus Deutschland begrüßen. Das 1-stündige Programm war mit drei Handlungsfeldern, neun Lösungsansätzen, einem Erklärvideo, einer Umfrage und einer Masterarbeits-, sowie einer Initiativenvorstellung dicht gefüllt.

Präsidentin Martha Schultz, die aus dem Zillertal zugeschaltet war, eröffnete das Webinar und stellte den Auftakt von sechs weiteren Redeimpulsen dar, die vom Julius Raab Stiftungsteam mit der Moderation, den Handlungsfeldern und Lösungsvorschlägen, über Benjamin Piotrowski und seiner Masterarbeit „Innovativität als Werkzeug“ bis zu Eva Jambor von der „Initiative for Teaching Entrepreneurship“ (IFTE) und der „Start Youth“ Initiative reichte.

Drei Handlungsfelder und neun Lösungsvorschläge für ein selbstbestimmtes Leben

Das Policy Paper Wirtschafts- und Finanzkompetenz, das die Julius Raab Stiftung über Learnings durch Desk Research, qualitative Interviews mit Stakeholdern aus dem Bildungsbereich und einen Workshop in Salzburg im Jänner erarbeiten konnte, stellte das Julius Raab Stiftungsteam vor. Um die Wirtschafts- und Finanzkompetenz im Bildungsbereich zu fördern, konnten drei Handlungsfelder und neun Lösungsvorschläge präsentiert werden:

Der Start lag beim Handlungsfeld „Lehrende praxisorientiert für Wirtschafts- und Finanzkompetenz begeistern“, da Lehrenden ein ganz großes Augenmerk beizumessen ist, wenn es um die Bildung von Jugendlichen allgemein und Wirtschafts- und Finanzkompetenz im Speziellen geht. Dabei wurden die dazugehörigen Lösungsvorschläge „Lehrendenaus- und -fortbildung im Bereich Wirtschaft stärken“, „Öffnung des Systems Schule“ (Lehrenden den Gang in die Wirtschaft, Wirtschaftstreibende den Gang in die Lehre ermöglichen) bis zur „Notwendigkeit eines neuen Mindsets für den Wirtschaftsunterricht“ präsentiert.

Danach folgte das Handlungsfeld „Zeit und Ressourcen für Erfahrungswissen schaffen“, denn nur durch die Praxis kann man Wirtschaft und Finanzen wirklich greifbar und verständlich machen. Hierbei wurden die Lösungsvorschläge „Verpflichtende jährliche Berufbildungswoche ab der 7. Schulstufe“, „Entrepreneurship Education praxisorientiert im Lehrplan verankern“ und „Gute Rahmenbedingungen für projektorientierten und fächerübergreifenden Unterricht schaffen“ vorgestellt.

Das dritte große Handlungsfeld „Wirtschafts- und Finanzkompetenz erlebbar zu machen“ mit den Lösunsgvorschlägen zu einer „Digitalen Plattform für Lehrende“, „Digitales spielerisches Lernen zur Vermittlung des Themas nutzen“ und „Interdisziplinäres Projekt zwischen Geografie und Wirtschaftskunde und dem Fach Werken“ komplementierte die Sammlung an Vorschlägen. Im Detail kann man sich die einzelnen Handlungsfelder und Lösungsvorschläge auch sehr gut im Policy Paper ansehen:

Zum Policy Paper

Innovativität durch die Fächer Geografie und Wirtschaftskunde und technischem und textilem Werken

Danach folgte im Webinar ein Gastbeitrag Benjamin Piotrowskis, der einen Master of Education an der Paris-Lodron Universität Salzburg hält. Er berichtete über seine Masterarbeit „Innovativität als Werkzeug  – Beiträge der Unterrichtsfächer „Geographie und Wirtschaftskunde“ sowie „technisches und textiles Werken“ zu einem innovationsfreundlichen Unterricht“. Dieser Beitrag war insbesondere für den Lösungsvorschlag „Interdisziplinäres Projekt zwischen Geografie und Wirtschaftskunde und dem Fach Werken“ ein hilfreicher und lohnender Input, und zeigte auf, inwiefern eine Kombination der beiden Fächer im Sinne eines innovationsfreundlichen Unterrichts helfen könnte. Beide Fächer haben, je nach Teil des Innovationsprozesses, Spezifika, die vereint komplementär wirken können.

Start Youth Initiative und „Roll-Out“ der interdisziplinären Fächerkombination aus Geografie- und Wirtschaftskunde und Werken in Salzburg

Eva Jambor von der „Initiative for Teaching Entrepreneurship (IFTE)“ stellte zum Abschluss des Webinars noch die Start Youth Initiative (Jugend stärken) vor. Jugend stärken ist ein ganzheitliches Lernprogramm für die Sekundarstufe I. Es unterstützt Jugendliche bei der Entfaltung ihrer Potenziale. Kernstück sind große und kleine Herausforderungen, sogenannte „Challenges“. Sie sind auf den Lehrplan abgestimmt und sofort im Unterricht einsetzbar. Die Initiative bietet kreative Lernarrangement aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, unternehmerisches Denken und Handeln, finanzielle Allgemeinbildung, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, ganzheitlich Lernen lernen und soziales Engagement. Begleitend gibt es Fortbildungen für Lehrer*innen, Workshops für Jugendliche und als Ergebnisschau gemeinsame Feste.

Über die Jugend stärken-Initiative wird nun der Lösungsvorschlag der interdisziplinären Fächerkombination zu Geografie und Wirtschaftskunde und Werken in Salzburg an zwei Schulen ersterprobt – unter Federführung der IFTE.

Abstimmung über die neun Lösungsvorschläge

Auch Interaktives gab es während unseres Webinars, denn abseits von kleineren technischen Schwierigkeiten, die eigenverantwortlich und über Schwarmintelligenz im Chat gelöst werden konnten, gab es für die TeilnehmerInnen des Webinars auch die Möglichkeit über die neun Policy Vorschläge abzustimmen. Ex aequo und mit Abstand zum Rest erhielten die Lösunsgvorschläge  „Lehrendenaus- und -fortbildung im Bereich Wirtschaft stärken“ und „Öffnung des Systems Schule“, also den Lehrenden den Gang in die Wirtschaft und Wirtschaftstreibenden den Gang in die Lehre zu ermöglichen, jeweils 34% der Stimmen.

 

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