24. Januar 2020

Neues Jahrzehnt – neue Herausforderungen?

Am 24. Jänner 2020 konnten Präsidentin Martha Schultz gemeinsam mit Sparkassen-Vorstand Hans Unterdorfer mit VertreterInnen aus Wirtschaft und Politik über die bevorstehenden Herausforderungen für den österreichischen Mittelstand sowie die Bedeutung von zeitlosen Werten für UnternehmerInnen im neuen Jahrzehnt nachdenken und diskutieren. Im Rahmen dieser Veranstaltung präsentierten wir die neue Mittelstandslandkarte. Die Mittelstandslandkarte stellt anschaulich den österreichischen Mittelstand, das Rückgrat der österreichischen Volkswirtschaft, vor, indem illustriert wird, wer er ist, was er leistet und was er braucht, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können.

Zu Beginn stellte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck die Vorhaben der Bundesregierung für KMU vor uns sprach einige wesentliche Standortthemen und Herausforderungen speziell im Digitalisierungsbereich an. Danach folgte die Keynote durch Antonella Mei-Pochtler, der Leiterin von Think Austria, dem Strategiestab im Bundeskanzleramt, die unmittelbar vom Weltwirtschaftsforum aus Davos eintraf.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Aristoteles

 

Antonella Mei-Pochtler skizzierte fünf große Verschiebungen (Megatrends), die sich abzeichnen und für KMU Chancen ergeben können:

  1. Geopolitische Verschiebung: Von Westen nach Osten
  2. Ökologische Verschiebung: Weg von fossilen zu postfossilen Technologien
  3. Industriell-digitale Transformation
  4. Viel stärker KI-, als menschbasierte Arbeit
  5. Trend in Richtung Selbstbestimmung und Autonomie

Durch die fünf Megatrends ergeben sich große Chancen, die die KMU nützen und dadurch profitieren können: So ergeben sich Chancen in Asien erfolgreich zu sein, im Bereich der Umwelttechnologien, im Bereich der Daten im industriellen und landwirtschaftlichen Sektor sowie beim Thema der Künstlichen Intelligenz für Gesundheitstechnologien beispielsweise. Außerdem kann der gesellschaftliche Trend zu Selbstbestimmung und Autonomie für KMU besonders chancenreich sein, da sie mehr „Bodenhaftung“ als andere Unternehmen haben und daher interessantere ArbeitgeberInnen für die potentiell besten MitarbeiterInnen sein können. Mei-Pochtler endete mit einem Plädoyer dafür die Zukunft als Chance zu begreifen und zitierte dafür Aristoteles: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

In der Diskussion nach der Keynote diskutierte dann noch Christoph Walser, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, mit Hans Unterdorfer, Martha Schultz und Antonella Mei-Pochtler unter der Moderation von Denise Neher weiter. Wertegleiteter Umgang gerade in der Zeit des Wandels war Martha Schultz ein großes Anliegen und verwies auf die fünf Werte der Julius Raab Stiftung, Freiheit, Verantwortung, Solidarität, Chancengerechtigkeit und Ehrlichkeit, wobei sie den Wert Freiheit als besonders wichtig hervorhob. Christoph Walser machte deutlich, wie entscheidend für eine positive Zukunft Österreichs auch die unternehmerische Umsetzung von den sich ergebenden Chancen ist und dass es eine Fehlerkultur braucht. Es sollten jene, die nicht beim ersten Mal erfolgreich sind auch die Chance für einen zweiten Versuch eingeräumt bekommen – auch ein Wert! Außerdem betonte er, wie wichtig es auch für  Fachkräfte ist, dass sie die Möglichkeit bekommen in der dualen Ausbildung über den Tellerand hinauszublicken – ganz im Sinne von „Stärken stärken„.

 

In Kooperation mit:

Download: Mittelstandslandkarte

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