31. Oktober 2016

DIGITALE LERNSPIELE SIND GESCHÜTZTE RÄUME

Welche Chancen und welche Herausforderungen mit digitalen Lernspielen verbunden werden, haben wir in unserem Post vom 29. September schon mal besprochen. Ein Thema, das in diesem Zusammenhang immer wieder vorkommt, ist die Angst vor der Suchtgefahr digitaler Devices, wie etwa Smartphones.

 

Was wir machen ist wichtiger, als womit wir es machen

Mit digitalen Lernspielen bewegen wir uns auf vermeintlich ähnlich suchtgefährdendem Terrain, da die Mittel (Smartphone, Tablet, Lap Top) zu Anwendung dieser Spiele ja die sind, die angeblich süchtig machen. Bei digitalem Suchtverhalten, geht es aber in Wahrheit nicht um das Gerät, sondern um die Dinge die wir damit tun können: auf unterschiedliche Art und Weise kommunizieren, immer auf dem Laufenden, sicherstellen, dass wir nichts verpassen… etc.

Viel wichtiger ist also, was wir mit diesen Devices machen und nicht so sehr welches technische Gerät wir verwenden. Digitale Lernspiele sind der Beweis dafür, dass „screen time“ nicht notwendigerweise „bad time“ sein muss.

 

Digitale Lernspiele sind geschützte Räume

Wir verstehen „das Internet“ als digitale Abbildung und Ergänzung der analogen Wirklichkeit. In der analogen Welt lassen wir unsere Kindergartenkinder auch nicht alleine in einer Großstadt, ohne Begleitung auf einer befahrenen Straße gehen. Aber wir geben ihnen Freiheit in geschützten Räumen. Sie dürfen sich etwa in einem Museum oder in einer Bibliothek innerhalb eines definierten Radius frei bewegen. Digitale Lernspiele sind genau solche geschützten Räume, in denen die Kinder selbstständiges und eigenverantwortliches Verhalten in der digitalen Welt üben können.

 

Digitale Kultur: Eltern als Vorbild gefragt

Wie wir mit digitalen Medien umgehen, ist vor allem eine Frage der Kultur. Diese Kultur müssen Eltern mit Kindern, Schülern mit Lehrern erst gemeinsam entwickeln. Die Vorbildrolle der Eltern ist hier ganz zentral. Wenn Eltern sich nicht von ihrem Smartphone, E-Mail Account, Facebook-Chats… trennen können und ihre Konzentration nicht auf das hier und jetzt richten können, dürfen wir uns nicht wundern, wenn unsere Kinder dieses Verhalten kopieren.

Ein Artikel aus der Tageszeitung der Standard geht umsichtig und gut geschrieben auf das Thema „Wie das Smartphone nicht zur Sucht wird“ ein. Wir wünschen interessante Lektüre!

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