2. September 2013

Nachbericht: Julius Raab Stiftung bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen

Welche Rollen übernehmen die Real- und die Finanzwirtschaft im „Netzwerk der Verantwortung“? Und wer trägt eigentlich die Verantwortung für eine Zukunft mit Wohlstand für alle?

 

Mahrer McDonald

Spannende Antworten auf spannende Fragen – das lieferte der Arbeitskreis der Bertelsmann Stiftung und der Julius Raab Stiftung am 28. August im Rahmen der Wirtschaftsgespräche des Europäischen Forum Alpbachs 2013. Harald Katzmair, weltweit renommierter Netzwerkforscher und CEO von FAS.research, betonte in seiner Keynote Speech die große Bedeutung einer vernetzten „Kultur der Verantwortung“ und des „Sozialen Kapital des Vertrauens“. Beide Faktoren sind erfolgskritisches „regeneratives Kapital“ innerhalb einer Volkswirtschaft, also die Bedingung für den kommenden Wachstums- und Wertschöpfungsprozess.

Herta Stockbauer (Vorstandsdirektorin BKS Bank AG) kommentierte die Präsentation aus Sicht der Finanzwirtschaft und betonte die Untrennbarkeit der Finanz- und der Realwirtschaft. Gleichzeitig hielt sie ein Plädoyer für Komplexitätsreduzierung bei den Finanzprodukten und eine stärkere Verankerung von Corporate Social Responsibility in der Unternehmensstrategie.

Eine „Kultur der Eigenverantwortung forderte Wirtschaftsbund-Direktor Peter McDonald als Vertreter der Realwirtschaft. Dabei müsse die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die eine Verantwortungskultur entstehen lassen und diese auch aktiv fördern. Im Dialog zwischen Real- und Finanzwirtschaft betonte er die Bedeutung einer echten Verantwortungspartnerschaft: „Es braucht eine Stärkung der Realwirtschaft und damit auch einer Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen ,realwirtschaftenden‘ Unternehmen und der Finanzwirtschaft, wenn es um die Finanzmittelbereitstellung und das Tragen von Risiko geht.“

Für ein neues „Verantwortungsassignment“ zwischen allen Akteuren traten auch Stefan Empter (Senior Director in der Bertelsmann Stiftung) sowie Harald Mahrer (Präsident der Julius Raab Stiftung) ein. Die Julius Raab Stiftung wird sich in diesem Sinne für eine moderne bürgerliche Sozialpolitik, in welcher staatliche, privatwirtschaftliche, zivilgesellschaftliche und individuelle Lösungsansätze neben- und miteinander zur Bewältigung sozialer Herausforderungen herangezogen werden, sowie für ein neues gemeinnützigkeitsfreundliches Stiftungsrecht, das die österreichische Verantwortungslandschaft fördert, einsetzen.

Wir verfolgen ein klares Ziel:
Wir wollen Österreich nach vorne bringen

Mit neuen Ideen, einer ehrlichen und
mutigen Politik und auf Basis zeitloser Werte.


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