10. Juni 2013

Wohlstand ohne Wachstum ist nur schwer möglich – Bettina Lorentschitsch im Interview

Kann es Wohlstand ohne Wachstum geben?
Wohlstand ohne Wachstum ist nur schwer möglich. Leider sehen viele „Wachstumskritiker“ nicht, was Wachstum für die Menschen auf der Welt gebracht hat. Die Säuglingssterblichkeit sinkt, wir alle werden immer gesünder älter und Gott sei Dank müssen immer weniger Menschen hungern. Dafür ist das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte mit verantwortlich. Gerade jetzt sieht man, dass ein geringeres oder nicht vorhandenes Wachstum die Zahl der Arbeitslosen erhöht und damit auch der Wohlstand gefährdet ist. Insbesondere die Krisenstaaten, wie Griechenland, Portugal etc. zeigen deutlich auf, dass es ohne Wachstum keinen stabilen Wohlstand geben kann.
Welches Wachstum brauchen wir?
Ich sehe es als ein Zeichen von Wohlstand in unserer Gesellschaft an, dass wir über die Art des Wachstums diskutieren und uns mit Themen wie dem „happinessindex“ beschäftigen können. Diese Diskussion über die Arten des Wachstums betreffen weniger Fakten sondern viel mehr Ideologien. Denn wenn man sich die Qualität unseres Wachstums in der Vergangenheit ansieht, dann stellt man fest, dass unser Wachstum schon immer ein qualitatives war, wie z.B. Lebenserwartung, medizinische Versorgung, Bildungschancen zeigen. In diesem Zusammenhang wird immer wieder auch die Ressourcenfrage aufgeworfen. Ja, wir verbrauchen eine Menge an Ressourcen. Aber zeigen nicht die Preisentwicklungen bei nicht erneuerbaren Rohstoffen, dass ein funktionierender Markt, der von Angebot und Nachfrage getrieben wird und in dem es für alle gleiche Spielregeln gibt, hier regulierend wirkt. Und zu Innovationen für sparsamere oder Substitutionsprodukte anregt. Die soziale Marktwirtschaft hat für Wohlstand durch Wachstum gesorgt. Erweitert um ökologische Aspekte ist sie die Idealform des Wirtschaftens.
Welche Rolle spielen Unternehmen beim Aufbau von Wohlstand?
Ohne Unternehmen kein Wohlstand. Denn nur Unternehmen schaffen Arbeit und damit Arbeitsplätze. Dafür müssen Unternehmen aber konkurrenzfähig sein und dürfen nicht mit ständig neuen Bürden belastet werden. Eine Substanzsteuer, wie sie durch die Besteuerung von Vermögen entsteht, würde österreichische Unternehmen schwächen und damit auch Arbeitsplätze gefährden. Zudem wären viele Leistungen, die Unternehmer freiwillig für ihre Mitarbeiter und die Gesellschaft erbringen, wie Gesundheitsvorsorge, Weiterbildung und gerade jetzt die Hilfsdienste und Spenden nicht mehr möglich.

Wir verfolgen ein klares Ziel:
Wir wollen Österreich nach vorne bringen

Mit neuen Ideen, einer ehrlichen und
mutigen Politik und auf Basis zeitloser Werte.


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