Teamwork von Schule und Familie: SchoolFox macht’s möglich

Erinnern Sie sich noch?

Haben Sie Kinder? Wenn ja, dann werden Sie es kennen; das gute alte Mitteilungsheft, das Sie regelmäßig unterschreiben müssen und das danach wieder in der Schule dem Lehrer vorgelegt werden muss. Auch im Zeitalter von Smart Phone und Facebook ist das Mitteilungsheft noch an vielen Schulen die Regel. Geht es allerdings nach Stefan Siegl, dann soll damit bald Schluss sein. Gemeinsam mit seinem Partner David Schalkhammer hat er die App „Schoolfox“, ein digitales Mitteilungsheft, gestartet und befindet sich damit seit rund eineinhalb Jahren an den Schulen. Bei „Schoolfox“ handelt es sich um ein intelligentes Tool für die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern. Die App ist (als iOS- und Android-Version) aktuell komplett kostenlos und wird das im bestehenden attraktiven Umfang auch bleiben. Im Herbst ist die Einführung von weiteren Funktionen im Rahmen einer Premiumvariante gegen Bezahlung geplant.

Wir haben Stefan Siegl, einen der beiden Initiatoren von „Schoolfox“, dazu interviewt.

SchoolFox

Wie alles begann

„Als Vater zweier Kinder , eines davon in der Volksschule, das andere noch im Kindergarten, habe ich es selbst gespürt und auch von vielen anderen Eltern gehört, dass wir alle gerne stärker in den Alltag unserer Kinder eingebunden wären; nicht nur aus administrativen, sondern vor allem aus emotionalen Gründen wollen wir an den Fortschritten und Erlebnissen unserer Kinder teilhaben“, beschreibt Stefan Siegl seine Motivation für das Projekt, „Eltern wollen sich nicht nur halbjährlich an Sprechtagen informieren, bei denen zudem oft auf Probleme fokussiert wird. Das war für uns der Anstoß zur Entwicklung von „SchoolFox“, einer App für Smartphone und Computer.“

Unkompliziert, rasch und sicher

„Der Service von „SchoolfFox“ richtet sich an Lehrer und Eltern“, erklärt Stefan Siegl, „das Einladungssystem ist denkbar unkompliziert: Startpunkt ist der Lehrer, der nach seiner Anmeldung bei „SchoolFox“ eine Klasse anlegt und sie mit Schülernamen befüllt. Für jeden Schülernamen wird ein Code generiert, den die Eltern zusammen mit einer ausführlichen Erklärung bei einem Elternabend oder bei einem Schulforum vom Lehrer erhalten. Mit diesem Code können sich die Eltern im System anlegen und sind ab diesem Zeitpunkt verbunden. Jeder User wartet seine Daten selbst, die auf diese Weise immer aktuell bleiben. Die Privatsphäre bleibt gewahrt , weil die Daten zwischen Eltern und Lehrern nicht geteilt werden müssen. In der SchoolFox – App gibt es auch keine Werbung“.

Praktisch und vielseitig

Die Lehrer können die Eltern via „SchoolFox“ ständig auf dem laufenden halten: über Veranstaltungen, Termine, und Ausflüge usw. Sie können Informationen aller Art und Fotos austauschen. Die Antworten generieren sich automatisch zu fertigen Listen, was viel Zeit spart und Abläufe beschleunigt. Die Eltern erhalten die Nachricht unmittelbar und können diese per Knopfdruck bestätigen, was wieder die Lehrer sofort sehen und die Eltern, die noch nicht unterschrieben haben, daran erinnern können. “Es gibt bereits Eltern, die zwei oder auch drei Kinder in der App haben, und die damit über eine Art Familien-Schaltzentrale auf einer einzigen Oberfläche verfügen, was ihnen den Alltag sehr erleichtert,“ berichtet Stefan Siegl.

Die Idee macht Schule

„Wir haben die App ursprünglich für die Volksschulen entwickelt. Es hat sich aber herausgestellt, dass die Nutzung sogar ein wenig stärker bei den Schultypen der 10-14 Jährigen nachgefragt wird (Statistik?). 40 Prozent der Nutzer kommen aus dem Bereich der Neuen Mittelschulen und den Unterstufen der Gymnasien und 30 Prozent aus den Volksschulen. Insgesamt nutzen heute rund 1.000 Schulen bzw. 2.000 Klassen die SchoolFox – App. Die restlichen 30 Prozent verteilen sich auf höhere Schulen, Kindergärten und diverse Gruppen, von Sportvereinen bis zu Jugendorganisationen. Der Freizeitbereich spielt eine immer größere Rolle“, schildert Stefan Siegl die Entwicklung. „Der aktuelle Stand der Nutzung von „SchoolfFox“ hat sich gegenüber dem letzten Jahr in den vergangenen Monaten vervielfacht“, freut sich Siegl. „das geschah vorwiegend durch positive Mundpropaganda unter den Lehrern bei Veranstaltungen, Events, über Pädagogische Hochschulen etc.“.

Integration durch Übersetzungsprogramme

„SchoolFox“ leistet auch einen Beitrag zur Integration: „Im Zuge der Flüchtlingswelle wurden manchen Schulklassen mehrere Flüchtlingskinder zugewiesen. Während die Kinder zumeist rasch die deutsche Sprache lernen, haben es die Eltern dieser Kinder viel schwerer. In solchen Klassen stellt die Kommunikation mit den Eltern die Lehrer vor große Herausforderungen“, berichtet Stefan Siegl. „SchoolFox“ enthält die Möglichkeit einer integrierte Sprachübersetzung für rund 40 Sprachen – ebenfalls kostenlos,“ und verweist auf viele begeisterte Rückmeldungen von Lehrern, die mit Hilfe von „SchoolFox“ endlich in der Lage sind, sich mit den Eltern von Schülern mit Flüchtlings- bzw. Migrationshintergrund in deren Muttersprache zu verständigen.

Viele neue Features in Zukunft noch möglich

Die SchoolFox – App wird laufend weiterentwickelt. „Neben vielen kleinen Verbesserungen wird es auch einen Admin – Zugang für Schulverwaltungen geben, die dann gleich mehrere Klassen anlegen können. Früher oder später wird es auch Schüler- User geben müssen, weil im Zuge des Digitalen Wandels die individuelle Förderung des Schülers immer wichtiger wird. Daher wird auch der Bedarf der Lehrer wachsen, direkt mit den Schülern zu kommunizieren“, kündigt Stefan Siegl an. Die Vertreter von „SchoolFox“ sind auch Aussteller bei den heurigen Digi Play Days der Julius Raab Stiftung am 29.11.: “Wir freuen uns schon sehr darauf, den Eltern und Lehrern zur Verfügung zu stehen und die Funktionen von „SchoolFox“ vorführen zu können. Das ist für uns auch eine ausgezeichnete Gelegenheit für einen interessanten Gedankenaustausch.“

 

Stefan Siegl, Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Entrepreneurship an der Wirtschaftsuniversität Wien, seit mehr als zehn Jahren auf dem Bildungssektor tätig, 2015 hat er gemeinsam mit seinem Partner das Projekt „SchoolFox“ gestartet.

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