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wolfvision Patrick O. Mayer
Marketing & Communications

Patrick O. Mayer

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Bitte erzählen Sie uns, welche Rolle der Digitale Wandel für Ihr Unternehmen und Ihre Branche spielt?

Wir spüren, dass der weltweite Markt für Visualisierung gesättigt ist. Die Nachfrage stagniert und wird sicherlich in absehbarer Zeit zurückgehen. Das hat unter anderem mit der zunehmenden Verschmelzung von IT und audiovisuellen Anwendungen zu tun. Früher waren das zwei komplett getrennte Welten. Jetzt verwachsen beide Bereiche zunehmend. Vor allem Tablets haben diese Entwicklung beschleunigt.

Diese Herausforderung nehmen wir an. Wir waren in unserer Branche immer internationaler Vorreiter. Sonst könnten wir auch in unserem Bereich nicht technologischer Weltmarktführer sein. Schließlich konkurrieren wir mit einer österreichischen Kostenstruktur, zum Beispiel im Bereich Personal, gegen Mitbewerber aus Asien. Uns bleibt daher keine andere Chance als die Innovation um weiterhin international erfolgreich zu sein.“

Welche Schritte haben Sie gesetzt um die Chancen zu nützen / die Herausforderung zu meistern? Was war dabei besonders wertvoll? Wer hat ihnen hier besonders geholfen?

Gemeinsam mit mehreren Lead Usern haben wir herausgearbeitet, dass unsere Kunden sich wünschen, über verschiedene mobile Endgeräte zu präsentieren. Sie möchten nicht auf ein Endgerät, etwa den Laptop reduziert sein. Weiters soll es möglich sein, Präsentationen gleich vor Ort aufzuzeichnen und zu streamen. All das soll direkt über das aktuelle Endgerät zur Verfügung gestellt werden.
Dieses neue Produktprofil hat uns als Unternehmen sehr gefordert. Wir mussten alles weitgehend umbauen. Denn diese neuen Kundenwünsche haben für uns einen Paradigmenwechsel bedeutet: Wir mussten vom reinen Hardwareunternehmen zum softwarelastigen Systemanbieter werden.

Trotz anfänglich schmerzhafter Einschnitte, haben wir das aus einer Position der Stärke heraus alles gut bewältigt. Denn das Visualizer-Geschäft ist noch stabil und sichert den Cash Flow. Aber unser neuer Ansatz wird uns Wachstum sichern.

Geholfen hat uns auch, dass wir diese Veränderungen ganz klar und transparent an unsere Mitarbeiter kommuniziert haben. Wir bemühen uns nach wie vor Ängste direkt anzusprechen.

Aus welcher Erkenntnis haben sie besonders viel gelernt?
Die Veränderungen haben bei uns wirklich alle Bereiche betroffen. Nicht nur unsere interne Organisation, sondern auch unsere Vertriebsstruktur musste neu aufgestellt werden. Für unsere neue Schiene konnten wir, auch wegen der großen Veränderung Richtung Support und Beratung, im ersten Schritt nur 1/3 unserer etablierten Partner zertifizieren.
Die Komplexität und auch die langen Durchlaufzeiten für solche umfassenden Veränderungen darf man nicht unterschätzen.

Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen generell mit dem Thema Innovation um?

Wir haben, wie so oft schon, sehr viel von unseren Kunden gelernt. Möglichst nahe am Kunden sein und gemeinsam mit den Kunden Produkte für neue Bedürfnisse entwickeln – das werden wir auch weiterhin tun. Damit können wir Trends frühzeitig erkennen und rechtzeitig die ca ein bis drei Jahre dauernden Entwicklungen angehen.
Was möchten sie anderen Unternehmen in Zusammenhang mit dem Digitalen Wandel unbedingt empfehlen?
Vor allem: offen zu sein. Dazu gehört auch sich permanent mit Trends zu beschäftigen und frühzeitig zu übersetzen, was das für das eigene Unternehmen bedeutet.
Auch Investitionen in Forschung und Entwicklung halte ich für zentral. Wir können in diesem Zusammenhang Open Innovation Methoden wärmstens empfehlen.

Damit all das, was sich an zukünftiger Entwicklung abzeichnet, auch wirtschaftlich verwertbar ist, muss in die Mitarbeiter und deren Weiterentwicklung investiert werden. Dazu gehören nicht nur neue Kompetenzen, sondern natürlich auch die entsprechende Unternehmenskultur. Wir alle müssen offen für Neues sein. Unternehmen wissen nicht, ob sie mit dem Kerngeschäft von heute morgen noch ihren Umsatz verdienen können. Und Mitarbeiter müssen sich darauf einstellen, dass sie morgen in einem Job tätig sind, den wir heute noch gar nicht kennen. Ohne Offenheit ist das nicht möglich.

Danke für’s finden dieser Geschichte an

Wir verfolgen ein klares Ziel:
Wir wollen Österreich nach vorne bringen

Mit neuen Ideen, einer ehrlichen und
mutigen Politik und auf Basis zeitloser Werte.


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