Willkommen in der digitalen Welt des Futurespace Lab

Bei den DigiPlayDays, die heuer am 29. November 2017 bereits zum zweiten Mal stattfinden, wird es Kindern und Jugendlichen erstmals möglich sein, im „Futurespace Lab“ gemeinsam spielerisch modernste Techniken zu erleben und spielerisch zu erlernen. „Bei uns gibt es kein frontales, pastorales Vermitteln. Bei unserem Planspiel kann man gemeinsam unter kompetenter Begleitung experimentieren, forschen und dabei etwas lernen. Technik und Digitalisierung durchdringen unseren Alltag in einem hohen Ausmaß. Ein positiver und vor allem kompetenter Umgang ist für unsere Kinder wichtig für ihr zukünftiges Leben und die berufliche Entwicklung. Außerdem bieten sich besonders im technischen Bereich viele Berufschancen, die derzeit noch zu wenig genützt werden, weil meist zu spät mit der Vermittlung begonnen wird“, beschreibt Martin Hollinetz von Otelo eGen das „Futurespace Lab“ und wie alles entstand.

 

Otelo

Otelos sind offene Labors

Otelos sind Open-Source Modelle für kreative Menschen auf dem Land. Es handelt sich dabei um niederschwellige Angebote, zu denen jede/r Zutritt hat, der eine gute Idee hat, die er gemeinsam mit anderen verwirklichen möchte. „Otelo eGen ist eine Beschäftigungsgenossenschaft, die sich aus den Otelo Vereinen entwickelt hat“, erklärt Martin Hollinetz, „wir bieten seit 2014 Dienstleistungen in den Bereichen Regionalentwicklung, Beratung, Medienarbeit, neue Technologien und Bildung an. Die Genossenschaft wurde als neues Arbeits- und Wirtschaftsmodell von ehemals Einzelselbständigen gegründet.“

Otelos sind Innovationshumus für neue Ideen

„Die Gründung von Otelo eGen wurde durch das Otelo Netzwerk inspiriert. Es gibt mittlerweile 29 Otelo Standorte, das sind lauter unabhängige, kleine Vereine, die offene Labore im ländlichen Raum betreiben. Im Rahmen dieser Otelos gibt es viele sogenannte „Nodes“, das sind Kleingruppen, die sich für Vertiefungsthemen finden. Eine davon war einstmals die Idee ‚Wie kann man sich auf spannende Weise kooperativ vernetzt selbständig machen?‘ Das Otelo Netzwerk ist für uns wie Innovationshumus. Wir bilden den Humus für eine Kultur der Innovation, für Räume, in die man mit neuen Ideen gelangen kann“, erklärt Martin Hollinetz, „die Genossenschaft sehen wir als Treibhaus, als eine Netzplattform, auf der man neue Projekte in einem gesicherten Rahmen durchführen kann, wo eine professionelle Infrastruktur für die organisatorische Umsetzung zur Verfügung steht, und wo man sich selbst anstellen und davon auch leben kann.“

Vom Prototypen zum marktfähigen Produkt

„Wir betreiben regionale Innovationskulturförderung, indem wir Prototypen auf die „Auswilderung“ im ganz normalen wirtschaftlichen Umfeld vorbereiten. Wir gründen dazu Vereine und vernetzen Menschen, aus deren Tätigkeit sich wieder spannende neue Ansätze ergeben. Daraus haben sich bereits zwei 3D-Druck produzierende Unternehmen, vier Food Coops und vieles andere entwickelt“, berichtet Martin Hollinetz, „bei der Bildung geht es uns darum, die Praxis der Lebenswelten der Betroffenen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – weitestgehend in die Entwicklung etwa von Planspielen einzubeziehen und diese gemeinsam zu testen, wie wir es auch beim Futurespace Lab gemacht haben“.

Das Futurespace Lab wurde in Schulen entwickelt und ausprobiert

„Vor drei Jahren haben wir einen Standort in einer Neuen Mittelschule gegründet. Dort konnten wir vieles von dem, was sich jetzt im Planspiel des Futurespace Lab in Form von sechs miteinander vernetzten Laborbereichen wiederfindet, schon im Vorfeld real testen. Dabei wurden wir von Fachexperten aus verschiedenen Bereichen begleitet, von der Virtual Reality bis zur künstlichen Intelligenz. Langjährige Projekte wie ‚Kinder erleben Technik‘, das es bereits seit sieben Jahren gibt, ermöglichen uns den kontinuierlichen Aufbau von Expertise zur Gestaltung von offenen Räumen zum Lernen und Forschen“, skizziert Martin Hollinetz sein weites Betätigungsfeld, „vor kurzem haben wir ein ‚Theoprax‘-Projekt mit Gymnasien gestartet, bei dem OberstufenschülerInnen zwei Jahre an der Entwicklung eines Planspiels mitarbeiten.“

So soll das Futurespace Lab bei den DigiPlayDays aussehen

„Im Futurespace Lab vermitteln wir den Jugendlichen Einblick in digitalisierte Arbeitsfelder. Ziel des 1,5 stündigen Workshops für maximal 25 Teilnehmer/innen ist es, einen gemeinsamen Event – die „Robo-Challenge“ vorzubereiten und durchzuführen.“ Nur durch schnelle und intensive Kooperationen, dem Austausch von Wissen und Erfahrungen und der Nutzung aller Labs sei diese Aufgabe lösbar. „Sechs Stationen werden aufgebaut, jede/r Teilnehmer/in einer Schulklasse erhält dann eine bestimmte Rolle und ein Aufgabenprofil. Namensschilder für die Roboter müssen produziert werden, eine Schaltung mit dem Auslöser muss gelötet und ein Drohnenkurierservice muss aufgebaut werden und vieles mehr. Das schafft man nur, wenn alle zusammenhelfen. Zwei Betreuer stehen als Support bereit, ein eher technischer und einer, der als Spielleiter den Prozess“, beschreibt Martin Hollinetz das Setting.

Es wird eine spannende Premiere

„Das Futurespace Lab ist ein Planspiel für Gruppen. In der Expo am Nachmittag gibt es auch Angebote für die „Laufkundschaft“, wie Einzelsettings mit Einzelaufgaben zum Sich-Hineinvertiefen und zum Erkunden der einzelnen Labors mit eigenen Aufgabenstellungen, oder die Einladung an Familien, sich auf die einzelnen Labore zu verteilen und untereinander zu vernetzen. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, weil wir mit dem Futurespace Lab das erste Mal bei den DigiPLayDays dabei sind“, freut sich Martin Hollinetz.

 

Martin Hollinetz: Sozial- und Berufspädagoge, Leiter des Regionalmanagements der Region Vöcklabruck/Gmunden, 2008 Entwicklung der Idee Otelo. Gründungsmitglied und Vorstand von OteloeGen. Schwerpunkte: Organisation, Strategie, Öffentlichkeitsarbeit, Aufbau eines internationalen Netzwerkes für Innovationskultur, innovative Bildungsangebote und Prozessberatungen

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Wir wollen Österreich nach vorne bringen

Mit neuen Ideen, einer ehrlichen und
mutigen Politik und auf Basis zeitloser Werte.


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