<![CDATA[Julius Raab Stiftung » Aktuelles]]> http://www.juliusraabstiftung.at/ Thu, 10 May 2012 18:26:24 +0200 Zend_Feed de_AT http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss <![CDATA[Stabile Rahmenbedingungen für alle Wirtschaftsteilnehmer schaffen - Buchautor Ralf Kronberger im Interview]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/26,stabile-rahmenbedingungen-fuer-alle-wirtschaftsteilnehmer.html Herr Kronberger, Sie haben gerade ihr Buch „Österreichische Wirtschaftspolitik“ herausgebracht. Was ist die Zielsetzung dieses Buches?

Das Ziel war ein Lehrbuch zu verfassen, das einerseits seinen Fokus ausreichend auf die österreichische Wirtschaftspolitik richtet und andererseits aktuelle Entwicklungen berücksichtigt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 brachte die Erkenntnis mit sich, dass Standardlehrbücher bislang die Verknüpfung des Finanzsektors mit der makroökonomischen Theorie unzureichend darstellten. Auch das haben wir bereits in unserem Buch berücksichtigt.

Wir wollten ein Buch schreiben, das sich gleichzeitig an wirtschaftspolitisch Interessierte, Wirtschaftsjournalisten als auch an Mitarbeiter von nahe der Wirtschaftspolitik agierenden Institutionen und Unternehmen und Studenten und FH-Studenten richtet. Der Leser soll einen Einblick in die Funktionsweise österreichischer wirtschaftspolitischer Institutionen erhalten und wissen welche Ziele die einzelnen Entscheidungsträger verfolgen und welche Maßnahmen letztendlich umgesetzt werden. In den letzten Jahren hat sich da sehr viel verändert.

 

Die Julius Raab Stiftung hat als einen wichtigen Wert der Sozialen Marktwirtschaft die Verantwortung im Fokus. Wie sollte verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik Ihrer Meinung nach aussehen?

Verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik ist für mich eine berechenbare Wirtschaftspolitik mit verlässlichen politischen Akteuren, die stabile Rahmenbedingungen für alle Wirtschaftsteilnehmer schaffen. Auch müssen strukturell notwendige Reformen rechtzeitig angegangen werden, um den nachkommenden Generationen die gleichen Chancen zu geben, wie sie frühere Generationen vorgefunden haben. Verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik ist für mich auch, der Sachorientierung den Vorzug zu geben und auf kurzfristigen Populismus zu verzichten.

 

Im aktuellen Band unserer Essay-Reihe „Verantwortung. Wir sind dafür.“ sagt Harald Mahrer: „ Eine Soziale Marktwirtschaft kann nicht gedeihen, wenn die ihr zugrunde liegende geistige Haltung – also die Bereitschaft, für das eigene Schicksal Verantwortung zu tragen und aus dem Streben nach Leistungssteigerung an einem ehrlichen freien Wettbewerb teilzunehmen – durch vermeintliche soziale Maßnahmen auf benachbarten Gebieten zum Absterben verurteilt wird“. Inwiefern teilen Sie diese Aussage?

Bei der Lektüre des Kapitales Verteilungs- und Sozialpolitik unseres Buches diskutieren wir die Grenzen der Umverteilung. Zu hohe Transfers können bewirken, dass Arbeits- und Investitionsanreize verloren gehen, dass die „Zahler“ in die Schattenwirtschaft oder ins Ausland ausweichen, um der Zahlungslast zu entgehen oder auch Wohlfahrtsverluste entstehen, wenn es bei Transfers zu großen Mitnahmeeffekten kommt. Eine Verteilungs- und Sozialpolitik muss so angelegt sein, dass sie dem Wirtschaften Raum gibt, dazu die richtigen Anreize gibt, damit die Mittel für ein Wohlfahrtssystem nachhaltig erwirtschaftet werden können.

 

Die Julius Raab Stiftung hat mit der Plattform www.expectations2012.eu einen Online-Konsultationsprozess gestartet, bei dem die Ideen, Erwartungen und Visionen der Jugend intensiv und europaweit diskutiert werden. Wie wichtig ist die aktive Partizipation der jungen Generation für eine Wirtschaftspolitik der Zukunft und wie kann diese forciert werden?

Das ist ein ganz wichtiges Thema. Ressourcen werden knapper, die Staatsverschuldung während der letzten Jahre ist dramatisch gestiegen und die Finanzmarktkrise hat deutliche Spuren in der Realwirtschaft hinterlassen. Ebenso wird uns die demografische Entwicklung vor Herausforderungen stellen. Die jungen Menschen finden derzeit nicht wirklich die günstigsten Rahmenbedingungen vor. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass jungen Menschen nicht nur die aktuellen Probleme einfach hinnehmen, sondern aktiv an ihrer Zukunftsgestaltung mitwirken und mit starker Stimme sprechen. Wie können Bildungssysteme geschaffen werden, die ausreichend auf den Beruf vorbereiten und damit die Chancen auf Arbeit verbessern? Wie können Vorsorgesysteme nachhaltig gestaltet werden, ohne dass dies zu sehr auf Kosten der jungen Generation geschieht? Wie können veraltete öffentliche Verwaltungsstrukturen und öffentliche Leistungsangebote den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen der Bürger angepasst werden? Da sollten junge Leute mitreden.

 

Das Buch "Österreichische Wirtschaftspolitik. Eine anwendungsorientierte Einführung" von Dr. Ralf Kronberger und Dr. Reinhold Hofer ist erhältlich über den facultas.wuv Verlag. ISBN 978-3-7089-0763-5

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Wed, 09 May 2012 11:09:00 +0200
<![CDATA[Mit Verantwortung aus der Krise - Nachbericht eines Vordenkerdiskurses]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/25,mit-verantwortung-aus-der-krise-nachbericht-eines.html Verantwortung ist DIE Zukunftsressource. Ohne Verantwortung gibt es kein Vertrauen. Und ohne Vertrauen funktionieren weder unser Gesellschafts- noch unser Wirtschaftsmodell Aber wer kann und soll in Österreich und in einem Europa des 21. Jahrhunderts welche Verantwortung tragen? Welche Rolle spielen der Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft in diesem Zusammenhang?

Diese Fragen standen am 24. April im bis zum letzten Platz gefüllten Plenarsaal der Wirtschaftskammer Salzburg anlässlich der Präsentation des neuen Bandes unserer Essayreihe „Verantwortung. Wir sind dafür.“ im Zentrum  Zu diesem Anlass fand sich ein hochkarätiges Podium zusammen. So konnte als besonderer Stargast des Abends der Vordenker und Berater des britischen Premierministers, Phillip Blond begrüßt werden. Unter der Moderation von Dr. Michael Mair (ORF Salzburg) diskutierte er mit Dr. Wilfried Haslauer, (Landeshauptmann-Stellvertreter von Salzburg), Dr. Harald Mahrer (Präsident der Julius-Raab-Stiftung) und KommR Julius Schmalz (Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg). Und die Botschaft war klar: Wir brauchen mehr statt weniger Verantwortung. Mehr Verantwortung der Politik, aber auch mehr Verantwortung des Einzelnen. So plädiert Blond für einen Staat der mehr Eigenverantwortung fördert: „Wir stehen heute an einem Wendepunkt unserer gesellschaftlichen Grundhaltungen. Wir brauchen mehr Chancen und mehr Eigentum für die Menschen statt mehr Sozialstaatlichkeit. Die große Herausforderung besteht darin, unsere Wirtschafts- und Sozialordnung zu erneuern und die Bedingungen für Fortschritt und Innovation zu verbessern. Der Schlüssel dazu liegt in bürgergesellschaftlicher Selbstorganisation, verbunden mit neuen Konzepten für lokale Investitionen und Leistungen. So befreien wir uns vom gestrigen Zentralstaat und treten in eine Wirtschaft für das 21. Jahrhundert ein, die vernetzt und ethisch fundiert für uns alle da ist und in der (Eigen-) Verantwortung eine tragende Säule darstellt.“

 

Mehr dazu lesen Sie in den zentralen Thesen von Phillip Blond und im aktuellen Band unserer Essay-Reihe „Verantwortung. Wir sind dafür.“

Download

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Wed, 02 May 2012 10:33:00 +0200
<![CDATA[Wir brauchen eine Soziale Marktwirtschaft 2.0.: Nachbericht eines Disputs divergenter Thinktanks]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/24,wir-brauchen-eine-soziale-marktwirtschaft-2-0-nachbericht.html Welchen Wert haben Werte in der Sozialen Marktwirtschaft? Und wie sind Freiheit oder Gerechtigkeit im Spannungsfeld von Staat und Markt zu interpretieren? Niki Kowall, Sprecher der Sektion 8, und Harald Mahrer, Präsident der Julius Raab Stiftung standen am 10. April Furche-Chefredakteur Armin Thurnherr und dem Publikum im Forum Mozartplatz Rede und Antwort zu grundsatzpolitschen Fragen abseits des „tagespolitischen Kleingeldwechselns“.

 Ein grundsätzliches Ja zum Wettbewerb eröffnete den Diskurs, in dem beide Diskutanten gleichzeitig aber auch klar ihre mit der Zustimmung verbundenen, doch stark unterschiedlichen Vorstellungen absteckten. Kowall anerkennt den Wettbewerb unter Unternehmen als wichtigen innovationsfördernden Mechanismus, betrachtet jedoch den Wettbewerb unter Nationen, der staatliche Eingriffe, wie Steuersenkungen oder Lohnkürzungen nach sich ziehe, als unlauteren Wettbewerb. Dieser habe die Unterminierung des Wohlfahrtsstaats zur Folge. Vor allem Löhne und Gehälter müssten sich daher immer analog der Produktivität eines Landes entwickeln. Dies sei auch Bedingung für ein geeintes Europa, in welchem auf Augenhöhe miteinander kommuniziert werden könne. Mahrer hingegen sieht den Standortwettbewerb per se grundsätzlich nicht negativ und einen Erhalt des Wohlstands nicht allein an den Größen Lohn, Einkommen und Produktivität gekoppelt. Man dürfe es sich nicht so einfach machen und davon ausgehen, dass sich der Wohlfahrtsstaat mehrheitlich durch das Lohn- und Einkommensaufkommen finanziere. An welchen Besteuerungsgrößen man drehe, das sei eine Frage der Steuerstruktur, eine Frage des demokratiepolitischen Modells sowie der politischen Grundhaltung, die es daher zu definieren gelte.

 Neben unterschiedlichen Auffassungen zur Ursache der aktuellen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen ist beiden das grundsätzliche Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft gemeinsam. Eine Weiterentwicklung sei jedoch notwendig. Harald Mahrer veranschaulicht seinen Ansatz in folgendem Bild: „Die Soziale Marktwirtschaft ist keine schmale Schotterstraße, sondern eine mehrspurige Autobahn. Und die ordnungspolitischen Leitlinien, sollen die Leitlinien dieser Autobahn sein. Wenn jemand wiederholt diese Leitlinien demontiert oder den Verkehr stört, dann muss ordnungspolitisch eingegriffen werden. Man kann akut eingreifen oder sich etwa überlegen, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen. Das könnte dann auch eine Soziale Marktwirtschaft 2.0. sein und darüber müssten wir einen Konsens erzielen und die Parameter daran festmachen“.

Lesen Sie mehr zum Grundwert der Freiheit im zweiten Band der neuen Essay-Reihe der Julius Raab Stiftung: Download


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Wed, 18 Apr 2012 10:10:00 +0200
<![CDATA[Was sagt eigentlich Joachim Gauck zum Thema Freiheit?]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/23,was-sagt-eigentlich-joachim-gauck-zum-thema-freiheit.html Seit wenigen Tagen hat unser Nachbarland Deutschland einen neuen Bundespräsidenten. Der 72-jährige Joachim Gauck kam bei seiner Wahl durch die Unterstützung von CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP auf über 80% der Stimmen. Joachim Gauck war maßgeblich an den demokratischen Umbrüchen in der ehemaligen DDR beteiligt. Sein unumstößliches Bekenntnis zum Wert der Freiheit – welches auch im Zentrum der Rede anlässlich seiner Wahl zum deutschen Bundespräsidenten stand – wurzelt in jener Zeit:

„… Ich wünschte mir ein Bürger zu sein, nichts weiter aber auch nicht weniger als das, so hat ein Deutscher Demokratielehrer, es war Dolf Sternberger seine politische Haltung einmal definiert. Ich habe am 18. März 1990 genau denselben Wunsch gespürt und ich habe damals gefühlsmäßig bejaht, was ich mir erst später theoretisch erarbeitet habe. Das aus dem Glück der Befreiung die Pflicht aber auch das Glück der Verantwortung erwachsen muss. Und dass wir Freiheit in der Tiefe erst verstehen können wenn wir eben dies bejahen und ins Leben umgesetzt haben. Heute nun haben sie […] mich zum Präsidenten gewählt, der sich selbst nicht denken kann ohne diese Freiheit, und der sich sein Land nicht vorstellen kann und mag ohne die Praxis der Verantwortung. Ich nehme diesen Auftrag an.“

Bereits im Rahmen der Eröffnung der Salzburger Festspiele im Jahr 2011 ging er mit den Rufern nach mehr Staat auf Kosten der Freiheit hart ins Gericht:

„… Manch ein Kunstfreund hat angesichts der desperaten Wirklichkeit da draußen nur noch Fluchtgedanken; da es kein Leben nur in der Kunst gibt, flüchtet er in die Vision einer geheilten, von Interessengegensätzen und Bosheit gereinigten Welt. Dieser Welt, dieser Freiheit ist er abhold. … Aber hat nicht gerade das vergangene Jahrhundert uns gelehrt, am allermeisten denen zu misstrauen, die uns die Vision einer erlösten Welt als Politikziel ausgaben? War nicht ihre Vorstellung, sie würden die Endstufe der Geschichte kennen, zunächst von großem Reiz gewesen, hatte Massen bewegt ‚Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht…’ und hatte dann im Dunkel der Sackgasse geendet. Millionen ungesühnter Opfer statt einer gerechteren oder gar versöhnten Welt – was für ein Ende! Die Utopie, so glückverheißend gestartet, war am Ende nichts gewesen als Flucht aus der Freiheit.

Als gebrannte Kinder werden wir Europäer künftig lieber das Schwarzbrot der Realpolitik essen, als zum Zuckerbrot der Ideologen zu greifen. Wir tun gut daran, weniger nach der vollkommenen Gesellschaft zu trachten, sondern stattdessen in mühseliger Arbeit das Bessere – oder wenn Sie so wollen: das weniger Schlechte – zu gestalten. Dies bedeutet nicht, sich der Banalität zu verschreiben, es bedeutet der Realität standzuhalten.“

Und in seiner Berliner Rede zur Freiheit vom 21. April 2009 bringt es Joachim Gauck auf den Punkt: Wohlstand braucht Freiheit – auch wirtschaftliche Freiheit!

„… Nun gibt es in meiner evangelischen Kirche auch viele ganz unverdächtige Menschen, die gerne mal vom Sozialismus reden. Die gehören nicht zu einer bestimmten Partei und schon gar nicht zu den Reaktionären. Aber sie haben so ein heftiges romantisches und visionäres Gemüt. Und sie sagen dann, es müsse doch eine Alternative geben zum Kapitalismus. „Ja“ sage ich, „da gibt es vielleicht verschiedene. Aber schau dir doch einmal die Welt- und Politikgeschichte an. Du möchtest, dass es allen gut geht, dass es eine Streuung des Eigentums gibt, Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand. Du möchtest ein soziales Netzwerk, was diesen Namen verdient, all das möchtest du doch, oder? Dann wirst du dir wohl einen sehr gut funktionierenden Kapitalismus wünschen?“ Nein, das wünschen sie nicht, den sehen sie am liebsten abgeschafft. Ich frage dann in der Regel ob irgendwo auf der Welt außerhalb eines sehr gut funktionierenden Kapitalismus diese Mittel überhaupt erwirtschaftet worden sind. Die Antwort darauf bekomme ich in der Regel nicht.

Das heißt, wer die Freiheit liebt, wird sich dahin bequemen müssen, Freiheit auch in den Wirtschaftsprozessen zu wollen. Die Neoliberalen und andere haben gespürt, dass zu dieser Freiheit in der Wirtschaft Gestaltungswille und Gestaltungselemente aus dem politischen Raum hinzutreten können, ohne aber dieses Prinzip zu vernichten. Aber wenn ich in einem dumpfen unaufgeklärten Antikapitalismus verweile, schwöre ich auf Rezepte von vorgestern, die schon gestern nicht gewirkt haben, und warum sollten sie das eigentlich morgen tun? Ich weiß es nicht.“

Als prononcierter Botschafter des Freiheitsgedankens gelingt es Joachim Gauck somit, deutlich zu machen, dass Freiheit alles andere als selbstverständlich ist. Freiheit ist auch nicht immer bequem, Freiheit erfordert Mut. Und Freiheit fordert Verantwortung. Damit schließt sich der Kreis: Freiheit ohne Verantwortung gibt es nicht. Wir sind dafür und wünschen Präsident Gauck viel Erfolg bei seinem Kampf für die Freiheit!

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Mon, 02 Apr 2012 17:28:27 +0200
<![CDATA[Vordenkerdiskurs mit Phillip Blond am 24.04. in Salzburg: Mit Verantwortung aus der Krise]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/22,vordenkerdiskurs-mit-phillip-blond-am-24-04-in-salzburg-mit.html Staat – Wirtschaft – Bürgergesellschaft:
Wer führt uns in eine Zukunft mit Wohlstand für alle?

Einladung zur Diskussion der Vordenker

Verantwortung ist DIE Zukunftsressource. Ohne Verantwortung gibt es kein Vertrauen.
Und ohne Vertrauen funktionieren weder unser Gesellschafts- noch unser Wirtschaftsmodell.

Aber wer kann und soll in Österreich und in einem Europa des 21. Jahrhunderts welche Verantwortung tragen? Ist das Konzept vom „heilsbringenden“ Vollkasko-Staat, der sich in alle Lebensbereiche der Bürger einmischt, endgültig gescheitert? Sollen wir vielmehr auf die privaten Kräfte der Individuen und der Wirtschaft vertrauen und mehr unternehmerisches und bürgerschaftliches Engagement fördern? Oder brauchen wir einen „New Deal“, einen neuen Weg, auf dem die gemeinsame Verantwortung aller Akteure zum Schlüsselfaktor für den Weg aus der Krise wird und die Rollen und Aufgaben für die Zukunft neu verteilt werden?

Phillip Blond, Chef-Ideologe und Berater des britischen Premierministers David Cameron, Gründer des Thinktanks Res Publica, Autor des internationalen Polit-Bestsellers „Red Tory“, spricht erstmals in Salzburg über seine revolutionären Lösungsstrategien zur Bewältigung der Krise und diskutiert darüber unter der Moderation von Dr. Michael Mair (ORF Salzburg) mit

Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter von Salzburg
Dr. Harald Mahrer
, Präsident der Julius-Raab-Stiftung
KommR Julius Schmalz
, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg

Hard-Facts zur Veranstaltung:

24. April 2012, 19 Uhr
Plenarsaal der Wirtschaftskammer Salzburg
Julius-Raab-Platz 1, 5020 Salzburg

Anmeldungen zur Veranstaltung bitte unter info@juliusraabstiftung.at


Ausgewählte Thesen von Phillip Blond finden Sie hier: Download


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Mon, 02 Apr 2012 17:24:00 +0200
<![CDATA[Veranstaltung 10.04.: Freiheit und Gerechtigkeit im Spannungsfeld von Staat und Markt. Ein Rendezvous divergenter Think tanks.]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/21,veranstaltung-10-04-freiheit-und-gerechtigkeit-im.html Freiheit und Gerechtigkeit im Spannungsfeld von Staat und Markt.
Ein Rendezvous divergenter Think tanks.
 

Schränkt staatliches Handeln die Freiheit ein oder ermöglicht der Staat erst die Freiheit? Ist Gerechtigkeit eine gesellschaftliche Utopie oder ein staatliches Produkt? 

Nikolaus Kowall, Sprecher der Sektion 8 und Harald Mahrer, Präsident der Julius Raab Stiftung diskutieren unter der Moderation von Armin Thurnher, Chefredakteur des Falters über unterschiedliche Werteauffassungen und daraus abzuleitende Zielvorstellungen für die Politik. Wir laden zu einem gepflegten intellektuellen und ideologischen Disput abseits des tagespolitischen Kleingeldwechselns.

 

Dienstag, 10. April 2012, 18.30 Uhr

Forum Mozartplatz, Mozartgasse 4, 1040 Wien, Eingang Mozartplatz / Ecke Neumanngasse


An-/Abmeldungen bitte an info@juliusraabstiftung.at

Über die Sektion 8
Die Sektion 8 ist formal eine SPÖ Sektion in Wien Alsergrund, die ihren Handlungsspielraum eigenmächtig ausgebaut hat und sich als programmatischer Think tank und innerparteiliche Lobby für klare sozialdemokratische Positionen betrachtet. Die AktivistInnen der Sektion 8 engagieren sich ehrenamtlich und versuchen als sozialdemokratische NGO die Charakteristika bürokratischer Apparate bestmöglich nicht zu internalisieren.

Über die Julius Raab Stiftung
Die Julius Raab Stiftung verfolgt als Think tank ein klares Ziel. Sie will Österreich nach vorne bringen. Mit neuen Ideen, einer ehrlichen und mutigen Politik und auf Basis zeitloser Werte. Denn die Julius Raab Stiftung ist Hüterin der Grundwerte der Sozialen Marktwirtschaft und will diese wieder in das Zentrum der politischen Debatte rücken. Damit die richtigen Leitlinien unsere gesellschaftlichen Haltungen und Anreizsysteme prägen.

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Mon, 26 Mar 2012 15:14:00 +0200
<![CDATA[Freiheit ist Lebenselexier: Gemeinsam mit der Freiheitsforscherin Ulrike Ackermann präsentierte die Julius Raab Stiftung den neuen Essay- Band in Graz.]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/20,freiheit-ist-lebenselexier-gemeinsam-mit-der.html Zur Freiheit gehört Mut – egal ob wir die politische, die wirtschaftliche oder die individuelle Freiheit meinen. Wir brauchen aber wieder mehr Freiheit und mehr Freiheitsräume für neue Ideen, für Kreativität, für Innovation, für ein ganz neues qualitatives Wachstum. Am 12. März präsentierte die Julius Raab Stiftung ihr neues Essay-Band „Freiheit. Wir sind dafür.“ in den Räumlichkeiten des Wirtschaftsbund Steiermark. Freiheitsforscherin Prof. Ulrike Ackermann vom John Stuart Mill Institut in Heidelberg diskutierte im Rahmen der Veranstaltung mit Christian Buchmann, Landesrat und Wirtschaftsbund Steiermark-Obmann, und dem Präsidenten der Julius Raab Stiftung, Harald Mahrer, über den entscheidenden Grundwert der Sozialen Marktwirtschaft und betonte dabei: „Als unser höchstes Gut und Lebenselixier sollten wir die Freiheit offensiv verteidigen, um sie immer wieder neu mit List, Lust und Wonne ergreifen zu können.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.


Die Diskutanten am Podium


Lesen Sie mehr zum Grundwert der Freiheit im zweiten Band der neuen Essay-Reihe der Julius Raab Stiftung:

Essay "Freiheit"

Fotos zur Veranstaltung finden Sie hier:

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Wed, 14 Mar 2012 18:03:00 +0100
<![CDATA["Jetzt ist Zeit zum Handeln!" - Christoph Leitl im Interview zum Thema Sparpaket]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/19,jetzt-ist-zeit-zum-handeln-christoph-leitl-im-interview.html Das Sparpaket der Bundesregierung ist derzeit ein wichtiges Thema auf dem politischen Parkett. Von viel Lob bis scharfe Kritik wurde die gesamte Bandbreite an Reaktionen ausgenutzt. Wir haben den Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, zum Thema Sparpaket befragt:

Lieber Herr Präsident Leitl, die Regierung hat kürzlich das Sparpaket präsentiert. Wie ist dieses aus Ihrer Sicht zu beurteilen?
Ich habe mich immer klar für ein ausgabenseitiges Konsolidierungspaket ausgesprochen. Die notwendige Senkung des Staatsdefizits und der öffentlichen Schulden könnte etwa durch längst überfällige Bürokratie- und Strukturreformen erfolgen. Nur nachhaltige fünf Prozent weniger Ausgaben bei Bund, Länder und Gemeinden bedeuten, dass Österreich kein Budgetproblem mehr hätte. Nur 5 Prozent. Das ist für jeden Betrieb und jeden Haushalt machbar. Dass die Regierung nun ein Paket geschnürt hat, das zu rund 30 Prozent aus höheren Steuern und Abgaben besteht, habe ich im Interesse des Standortes und des Staatsganzen zur Kenntnis genommen. Wer aber jetzt immer noch keine echten Reformen angeht, handelt gegen die Arbeitsplätze, gegen die Unternehmen, gegen die Jungen. Denn es werden ja in den kommenden Jahren weiter Schulden angehäuft. Wer jetzt nicht beginnt gegenzusteuern, riskiert, dass in zwei, drei Jahren wieder Steuern erhöht werden, wieder in die Taschen der Leistungsträger gegriffen wird.   

Was muss noch getan werden? Gerade mit  Blick auf zukünftige Generationen, brauchen wir hier nicht noch mehr strukturelle Reformen, auf Bundes- und auf Landesebene?
Wann, wenn nicht jetzt können wir einen Weg in die Erneuerung starten? Es ist jetzt höchst an der Zeit, die Ausläufer der Staatsschuldenkrise so zu nutzen, um Österreich fit für 2022 und darüber hinaus zu machen. Bei den Pensionen ist hier ein recht guter Ansatz gelungen, aber es ist klar, dass hier noch weitere Schritte gesetzt werden müssen. Aber was ist mit einer umfassenden Verfassungs- und Verwaltungsreform? Was passiert mit Doppel- und Dreifachgleissigkeiten bei Bund, Ländern und Gemeinden? Wie schaut eine echte Gesundheitsreform aus? Jetzt müssen alle an einen Strang ziehen, um auch den nächsten Generationen Zukunftsperspektiven zu geben. Geredet wurde in den vergangenen Jahren genug. Jetzt ist Zeit zu handeln. Dazu steht die Wirtschaft, das fordert sie.

Um wirklich aus der Krise heraus zu kommen, sind auch positive Wachstumsimpulse notwendig. Welche sind dies aus Ihrer Sicht?
Wir benötigen sowohl gesamteuropäische als auch innerösterreichische Wachstumsimpulse, sonst können wir die Schuldenkrise nicht bewältigen. Wir müssen einerseits unser Finanzsystem stärken und besser steuern, also ja zu Eurobonds (gemeinschaftliche EU-Anleihen) mit einem differenzierten Zinssatz je Bonität für die Euroländer und ja zu einer Finanztransaktionssteuer. Die Mittel daraus könnten für Ausgaben in Bildung, Infrastruktur, Forschung- und Entwicklung und nachhaltigen Initiativen für Unternehmensneugründer – etwa Eigenkapitalgarantien - eingesetzt werden. Europa muss auch dem zunehmenden Problem der Jugendarbeitslosigkeit aktiver begegnen. Das duale Ausbildungssystem in Österreich gilt als Best-Practice Modell und kann anderen EU-Staaten als Vorbild dienen, ihre Jugendarbeitslosigkeit zu verringern. Und auch in Österreich brauchen wir verstärkt Investitionen in Forschung, Bildung und Infrastrukturen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Julius Raab Stiftung macht sich für die Grundwerte der Sozialen Marktwirtschaft stark. Wie wichtig sind diese Grundwerte als Leitlinien für politische Entscheidungen, die zu strukturellen Reformen und Wachstum führen sollen?
Soziale Marktwirtschaft bedeutet freier Wettbewerb, aber nachhaltig und nach einem klaren Regelwerk. Der Zocker-Kapitalismus ist ebenso passe` wie der Sozialismus bzw. Kommunismus.  Wir brauchen solide Kaufleute statt gierige Wall-Street-Abkassierer, wir brauchen Nachhaltigkeit in Betrieben und Gesellschaft statt kurzfristiger Gewinnorientierung. Wir brauchen Seriosität statt Spekulation, Gesamtverantwortung statt Egoismus und Augenmaß statt Gier – und diese Spielregeln und Grundsätze gelten aus meiner Sicht auch in Zukunft.

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Thu, 01 Mar 2012 14:30:00 +0100
<![CDATA[Studienpräsentation: Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft fordern mehr Freiheit und Verantwortung für funktionierende Soziale Marktwirtschaft.]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/18,studienpraesentation-spitzenvertreter-aus-wirtschaft-und.html Aktuelles Forschungsprojekt der Julius Raab Stiftung zeigt: Das gesellschaftliche Engagement der österreichischen Unternehmen hat in der Krise nicht gelitten, ist breit verankert und besticht durch Vielfalt. Österreichs Wirtschaft ist sich ihrer Rolle zur Krisenbewältigung und Zukunftsgestaltung bewusst, sieht sich aber mit einem Vertrauensverlust der Gesellschaft in die Wirtschaft konfrontiert. Am 28.2. diskutierten WKÖ-Vizepräsidentin Renate Römer, BKS Vorstandsdirektorin Herta Stockbauer, die Generaldirektoren des Verbunds und der ÖBB, Wolfgang Anzengruber und Christian Kern, Greenpeace Geschäftsführer Alexander Egit und der Präsident der Julius Raab Stiftung, Harald Mahrer, über die Rolle des Unternehmertums im 21. Jahrhunderts.

 

v.l.n.r.: Anzengruber, Eddith, Römer, Mahrer, Stockenbauer und Kern

 

„Die Studienergebnisse der Julius Raab Stiftung liefern ein realistisches Bild der aktuellen Situation.“, so der einhellige Tenor der Podiumsdiskutanten. Das Modell der Sozialen Marktwirtschaft sei unbestritten, an der Ausgestaltung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sowie an der Verankerung im richtigen Wertekontext gelte es aber zu feilen. Unternehmerische Freiheit und Verantwortung spielen dabei eine zentrale Rolle. Wesentlich für die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft seien aber auch strategische Allianzen zwischen allen gesellschaftlichen Akteuren. „Die Soziale Marktwirtschaft ist kein Spiegelbild, sondern integraler Bestandteil unserer Gesellschaft. Ob Grundwerte gelebt werden oder nicht, das liegt an uns allen – der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Politik.“, betont der Präsident der Julius Raab Stiftung, Harald Mahrer. Neben dem Bekenntnis zur ökonomischen Verantwortung eines jeden Unternehmens, sprachen sich die Podiumsdiskutanten auch für einen Wettbewerb der Ehrlichkeit und Anständigkeit aus. Dieser sei notwendiger als je zuvor, denn das Vertrauen in Unternehmen sowie in die Politik, werde heute in viel kürzeren Zyklen geprüft.

 

Am Studienprojekt „Unternehmerische Verantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft. Entwicklung und Potenzial von Corporate Citizenship in Österreich“ nahmen insgesamt 402 Unternehmen aus ganz Österreich teil.

Weitere Details zur Studie:

Kurzinfo

Studienpublikation


Fotos zur Veranstaltung unter:

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Wed, 29 Feb 2012 14:41:00 +0100
<![CDATA[Veranstaltung 28.02.: Unternehmerische Verantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft]]> http://www.juliusraabstiftung.at/aktuelles/17,veranstaltung-28-02-unternehmerische-verantwortung-in-der.html Einladung zur Studienpräsentation und Diskussionsveranstaltung

28. Februar 2012, Wirtschaftskammer Österreich, Rudolf-Sallinger-Saal

Der wirtschaftliche Ausblick auf die kommenden Jahre ist nicht rosig und die gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen sind groß. Auf globaler Ebene ist eine ordnungspolitische Debatte entbrannt, die die Rollen der Akteure in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Frage stellt. In diesem Zusammenhang werden Stimmen laut, die eine neue Form des Unternehmertums und Managements fordern. Unternehmerische Entscheidungen sind dabei von einer klaren Werteorientierung beeinflusst. Unternehmenserfolg und Wertschöpfung werden nicht alleinig an kurzfristigen Renditen oder an der Höhe der Manager-Boni gemessen, sondern vor allem auch an der Leistungsstärke und Beständigkeit der Betriebe und an ihrer Fähigkeit, an der Erreichung gesellschaftlicher Ziele mitzuwirken.

Die Julius Raab Stiftung hat mehr als 400 Unternehmen aus ganz Österreich zum Thema unternehmerische Verantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft befragt. Das Forschungsprojekt erhebt einerseits den aktuellen Status quo bezüglich gesellschaftlicher Engagementbereitschaft, Motive und Ziele, Umsetzungsstrategien sowie Themen und Formen des unternehmerischen Engagements. Darüber hinaus werden aktuell brisante Fragen aufgeworfen: Wie beeinflussen Finanz- und Wirtschaftskrise das Vertrauen in die Realwirtschaft? Welche Maßnahmen eignen sich, um Vertrauen in die Wirtschaft wieder zu stärken?

Am 28. Februar präsentiert die Julius Raab Stiftung die Ergebnisse des Forschungsprojekts und diskutiert darüber mit:

  • DI Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG
  • Mag. Alexander Egit, Geschäftsführer Greenpeace in Zentral & Osteuropa
  • Mag. Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG
  • KommR Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich
  • Dr. Herta Stockbauer, Mitglied des Vorstands der BKS Bank


17.30 Uhr: Die Veranstaltung startet mit einem „Warm up“ im Rahmen dessen die Hauptergebnisse der Unternehmensbefragung vorgestellt werden.

18.30 Uhr: Beginn der Podiumsdiskussion

Veranstaltungsort: Wirtschaftskammer Österreich, Rudolf-Sallinger-Saal, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

Wir bitten um Ihre Zu- oder Absage unter info@juliusraabstiftung.at.

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Wed, 01 Feb 2012 13:00:00 +0100